Materialvielfalt im Praxisbau


Bauherren suchen zunehmend Ansprechpartner mit fundiertem Wissen und großer Erfahrung für die Realisierung Ihrer Praxis-Projekte. Neue Impulse aber auch die Wiederentdeckungen alter Materialien und deren Einsatzbereiche sind gefragt. So zum Beispiel Alt-Holz, das schon seine Dienste im Außenbereich geleistet hat und nun nach Jahren der Verwitterung als Wandverkleidung im Inneren seine neue Bestimmung findet. Das ist nicht nur nachhaltig, sondern auch urgemütlich. Da Holz nachwächst, bezeichnen wir es als „echtes Material“!

Echtes Material – Material Ehrlichkeit?

Doch es bleiben Fragen offen:
Bedeutet echt & ehrlich auch tatsächlich gut?
Was sind eigentlich unechte Materialien?
Wie definiert man echtes Material?

„Echtes Material altert in Würde!“ (Hannes Bäuerle / raumProbe)

Nicht nur im Hochbau sorgen nachhaltige Materialien für Aufsehen. Auch im Innenausbau liegt der Fokus zunehmend auf nachwachsenden und nachhaltigen Materialien. Gefragt sind gesunde Baustoffe, die die Raumatmosphäre – auch akustisch –verbessern. Das können beispielsweise Wandverkleidungen aus Moos sein, wie sie die Firma FREUND Moosmanufaktur anbietet. Das Moos beeinflusst das Raumklima positiv, ist biologisch abbaubar, nachwachsend und bietet alles, was wir im Augenblick für nachhaltig im Innenausbau halten.
Dieses Beispiel macht deutlich: Es ist eben nicht nur Massivholz, was wir als Tischlerei im Innenausbau als nachhaltiges Material verwenden. Zu unserem Portfolio gehören z. B. auch Moose, Naturfarben für Wandanstriche, nachhaltige Bodenbeläge, wie z. B. Massivholzdielen von Mafi.

Aber wie passen das Moss und die Massivholzdiele zu den aktuellen und kommenden Einrichtungstrends? Und welche sind das?
 

1)  Young Minds

Darunter versteht man junge flexible Systemmöbel – als Antwort auf die ständig zunehmenden Single-Haushalte und die hohe Flexibilität, die heute von den Menschen erwartet wird. Helle Hölzer sprechen die junge Zielgruppe an. Wohnbereiche verschmelzen, so wird z. B. die Küche zum Arbeitszimmer. Ökologisches Design steht im Fokus und für Ein-Personen-Haushalte werden Ein-Personen-Lösungen gesucht – und gefunden. Das sind z. B. Leichtbau-Möbel, die immer neu zusammengestellt werden können, gern im Mix, bspw. aus alten Flohmarktfunden und modernen Design-Elementen.
 

2) Electric Stories

Es lebe der Stilmix – erlaubt ist was gefällt. Die Einrichtungselemente werden mit Persönlichkeit “angereichert“. Das Ergebnis sind echte Unikate! Dabei gewinnt das Handwerk wieder an Bedeutung: Alte Handwerkstechniken leben auf, zum Beispiel in Form einer Tischplatte mit Intarsien oder eines Stuhls mit geflochtener Sitzfläche. Auch Leuchten im Stil der 1950-iger Jahre finden zunehmen Gefallen. Die Menschen mögen „Material mit Geschichte“. So liegen neben Altholz auch alte Fließen mit Gebrauchsspuren oder Terrazzo voll im Trend – bis hin zum Industrial Look aus den 1930-iger /40-iger Jahren.
 

3)  Augmented Biophilia

Diesen Trend bestimmt die zunehmende Sehnsucht nach Natur. Pflanzen im Raum, florale Formen,  z. B. als blumige Tapeten – bunt und auffallend. Naturmaterialien bestimmen die Inneneinrichtung: Echtleder, Sisalgeflecht, Naturstein, dunkle Hölzer mit Struktur und „Geschichte“. Der Fokus liegt hier auf der Achtsamkeit, auf einem bewussten Weggehen vom Massenkonsum, auch als Weg hin zu mehr Nachhaltigkeit. Dabei spielen auch soziale Aspekte eine große Rolle: die Menschen überlegen mehr, welche Materialien sie nutzen wollen, was gut recycelbar ist und welchen ökologischen Fußabdruck das Material hinterlässt (z. B. Transportwege, Energieverbrauch bei der Herstellung etc.) Dieser Trend offenbart die Liebe zum Leben und zu sozialer Verantwortung. Goldene bis dunkle Hölzer, Motive mit Grünpflanzen, Blumen und Blüten, Insekten und Tiere gehören dazu.
 

4)  Historical Glam

Hier finden sich Elemente des Art Deco und der 1950-iger Jahre wieder, z. B. in Form dunkler Oberflächen, Messing und Glas. Furnierte Flächen werden verspielt gedreht und nicht ausschließlich traditionell verarbeitet. Es wird großer Wert auf die perfekte Verarbeitung gelegt, edle Farbwelten werden durchaus auch mit Gold und Glas zu dunklen, klassischen Einrichtungselementen. Naturstein zieht wieder im diese Wohnwelten ein, der frühere Rauchtisch erlebt eine Renaissance.
 

FAZIT:
Erlaubt ist was gefällt.
Der Mix von modernen und alten Elementen liegt absolut im Trend. Dabei wird zunehmen Wert auf eine gute Verarbeitung gelegt – der Weg führt weg vom ruinösen Massenkonsum. Eine Entwicklung, die wir mit Freude sehen.

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