Steri nach Maß

Viele Ärzte widmen ihrem Steri heute bereits die gleiche planerische Sorgfalt wie Ihrem Praxisempfang. Denn nur gut geplante Steriräume garantieren ein gutes und effektives Arbeitsergebnis.

Hinweis:
Bei der Auswahl der Materialien sollte der Fokus auf langlebiges Material sowie Funktionalität und nicht ausschließlich auf den Preis gelegt werden. 

Tipp 1: Die wichtige Trennung zwischen „rein“ und unrein“ muss in jedem Sterilisationsraum gegeben sein. Im besten Fall liegen sich der unreine Bereich (Instrumente reinigen und desinfizieren) und der reine Bereich (Endkontrolle, Sterilisation und Verpackung) gegenüber. Ist dies aus Platzgründen nicht möglich, sollte eine einseitige Aufbereitungszeile zumindest mittels einer Trennwand unterteilt sein. Wenn es Ihre Räumlichkeiten erlauben, sollten Sie als dritte Zone unbedingt einen abgetrennten Aufbewahrungsbereich für das Sterilgut einplanen.

Tipp 2: Nur geschlossene Schränke sind erlaubt. Schränke, Regale und Türen müssen verschließbar sein – alles was offen ist, ist unzulässig. Zudem sollten sämtliche Türen und Schubladen mit  Gummidichtung versehen sein. Nur so ist die staubfreie Lagerung Ihrer Instrumente gewährleistet. Und selbstverständlich müssen alle Oberflächen sowie Griffe mit Desinfektionsmittel zu pflegen sein.

Tipp 3: Alles muss dicht sein. Das betrifft auch Arbeitsplatten und Wischleisten! Ihre Arbeitsplatten brauchen eine umlaufende – auch unterseitige – Beschichtung, sodass das Eindringen von Flüssigkeit in jedem Fall verhindert wird. Hier eignet sich Mineralwerkstoff hervorragend. Selbstverständlich sollten Sie alle Flächen desinfizieren können, ebenso wie die  Wandabschlussleisten, die eine naht- und fugenlose Verbindung zwischen Flächen und Wand garantieren. 

Tipp 4: Nehmen Sie sich Zeit für den Boden. Bei der Wahl des richtigen Bodenbelages sollten Sie auf gute Eigenschaften achten: Der Boden muss feucht abwischbar sein und es darf keinerlei Flüssigkeit in mögliche Fugen dringen. Eine Desinfektion des Bodens ist rechtlich nicht vorgeschrieben. Dennoch macht es Sinn, einen desinfektionsmittelbeständigen Belag zu planen, damit Sie im Fall eines Falles bei punktueller, sichtbarer Kontamination sofort zum Desinfektionsmittel greifen können.

Tipp 5: Nehmen Sie Kontakt zu Ihrer zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung auf. Von Ihr bekommen Sie wertvolle Tipps, welche Aufsichtsbehörden für Ihre Praxis zuständig sind. Denn Gesundheitsämter und Gewerbeaufsichtsämter müssen im Rahmen ihrer gesetzlich geregelten Überwachsungsaufgaben auch Ihre Praxis inspizieren. Dort erfahren Sie auch, ob in Ihrem Bundesland Hängeschränke im Steriraum zulässig sind, denn das kann von Bundesland zu Bundesland variieren.

FAZIT:  In jedem von uns geplanten Steri  gibt es Einbauten nach Maß. Von der Stange zu planen wäre fatal - dafür ist der Raum viel zu wichtig! 

Beratungshotline: 034321 / 62 20 10

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